Infoseite Samojeden

Samojeden

 

Unter den Nordischen Hunden ist der Samojede sicher der Vielfältigste. Er wurde für die verschiedensten Aufgaben eingesetzt. Er war Jagdhund, Hütehund, er trug und zog Lasten. Auch wenn er in die Nomadenfamilien integriert war und als Familienmitglied angesehen wurde, so war er doch immer ein Arbeitshund, der seinen Menschen mit Kraft, Ausdauer in allen Situationen zur Seite stehen musste. Sein Aussehen und sein freundliches Wesen verleiten viele Menschen dazu, in ihm nur einen Kuschelhund zu sehen.

 

Der Samojede ist und bleibt aber ein sportlicher Arbeitshund.

 

Mich irritirt, daß er, wie viele andere Arbeitshunderassen von manchen Züchtern in erster Linie als Familienhund und Allrounder gezüchtet und angeboten wird.

Diese Tendenz, aus dem Samojeden einen Hund für Jedermann zu machen verleitet viele Züchter dazu, bei ihrer Zucht wesentliche Eigenschaften und das für die Zugarbeit essentielle Exterieur zu vernachlässgen. Daher sollte man sich die Zuchtziele und Aktivitäten der verschiedenen Züchter genau ansehen. Wer Samojeden als reine Familienhunde anbietet hat das Zuchtziel und die Erhaltung der Rasse klar verfehlt.

 

 

Wichtiges Equipment für Samojeden und ihre Menschen bei der Zugarbeit

Wichtig ist zunächst einmal ein guter Bauchgurt, der im Rücken schön breit ist und zwei Extrateile zum Anhängen der Leine aufweist. Dazu gehört eine ca. 2 m Leine mit integriertem Ruckdämpfer, die Arme, die Wirbelsäule und die Knie werden es danken. So kann man mit dem Samojeden weite Strecken zurücklegen und auch für die Zugarbeit anlernen. Hierfür muß er gewisse Kommandos befolgen wie Richtungswechsel, stop und vorwärts und vor allem auch "vorbei". Das heißt, er muß an interessanten Begegnungen unterwegs wie anderen Hunden oder Menschen vorbei gehen, er darf auch nicht herumtrödeln oder herumschnüffeln, er muß permanent schön gerade voraus laufen.

 

Dem Samojeden gibt man für alle Tage und für leichte Zugarbeit am besten ein gute stabiles Führgeschirr. Es hat eine breite Auflage und Stütze für die Brust und die Schultergelenke können sich schön frei bewegen.

Zusätzlich gibt man ihm noch ein Halsband an dem er lernt, auch mit lockerer Leine zu gehen

Diese Norwegergeschirre  mit dem quer liegenden Brustgurt oder Geschirre gleicher Machart mit Einschränkungen für die Schultergelenke lehne ich für Samojeden komplett ab.


 

Wenn er das alles gut erlernt hat kann man ihn vor ein Bike oder einen Scooter spannen. Es ist sehr günstig, wenn man hierfür eine Führungsfeder für die Leine anbringt. So wird verhindert, daß die Leine sich im Rad verheddert und den Fahrer zu Sturz bringt. Die Feder ist mit einer starken Schelle am Rahmen befestigt, dort zieht der Hund auch, die Feder dient nur zur Führung der Leine.

Egal ob Bike oder Scooter, niemals sollte man beim Fahren die Hunde am Bauchgurt befestigen. Ebenso undenkbar ist das Fahren mit einer Leine in der Hand oder gar mit einer Flexileine. Das Fahren mit einem Springer ist für die Zugarbeit kontraproduktiv.

Ein Samojede ist von seinem Laufverhalten kein Hund, den man als Fahrradbegleitung, also neben dem Rad laufend, sportlich auslasten kann. Er sollte vor dem Rad laufen und ziehen dürfen, das ist sein Element. Bei mehr als zwei Hunden sollte man auf einen Trainingswagen umsteigen.

 

Hier gibt es noch mehr interessantes und wissenswertes über Sport mit Samojeden zu lesen:


IG Samojede
IG Samojede
Samojeden und Sport
die Seite für sportliche Samojeden und ihre Menschen