So

14

Nov

2010

Trainingslager Truckental

Nach viel Entscheidungshilfe von außen (du schaffst das!) war es beschlossen, ich fahre nach Truckental.

Unsere Fahrt führte uns ca. 530 km nach Norden in den Thüringer Wald. Uns, das sind vier meiner Samojeden und ich.

Kurz vor Truckental fiel ich kurze Zeit der Verzweiflung anheim und sah mich schon an der Ostsee landen da es hieß ich müsse wenden.  Dem war aber gottseidank nicht so und so kam ich mit Hilfe von Handylotsing endlich im Camp an.

 

Wie jeder weiß sind die folgenden Stunden immer mit viel Arbeit angefüllt. Stake out aufbauen, Hunde anhängen, Wasser holen, sich irgendwie einrichten, Planen aufstellen usw. usw. Für einen Anfänger wie mich sind das alles keine routinierten Handgriffe, im Wohnwagen bin ich auch noch nicht so gut organisiert, da herrscht nach kurzer Zeit das pure Chaos und so verbringe ich jeden Tag viele Stunden mit suchen und kramen. Aber das gehört wohl dazu. Auf der langen Rückfahrt hatte ich auch Zeit genug die Wohnwageneinrichtung zu überdenken und Umbaupläne zu schmieden.

 

Das ist auch nötig. Wie befürchtet hat meine Heizung am zweiten  Tag den Geist aufgegeben nicht ohne vorher mit einem lauten Knall das Camp aus dem Alltagstrott zu heben (auweia, ist  jetzt ihr Kamin in die Luft geflogen?????? was gottseidank nicht der Fall war :-))))

Daraufhin mußte ich auf dem Herd ständig eine Flamme brennen lassen was zur Folge hatte, daß ich am Kopf eine Sauna hatte und an den Füßen die Arktis. Fast hätte ich uns auch noch abgefackelt als ich aus Versehen mein Fläschchen mit dem SChwedenbitter ins Feuer goß. Schnell rausgesprintet und Gas abgedreht und schon war auch ein Helfer zur Stelle der die restlichen Flammen mit starker Puste ausblies.Zweimal hob der starke böige Wind meine Wowatür aus den Angeln und schmiß sie Lucy vor die Füße. So war für allerhand Abwechslung gesorgt :-) und für mich gibts in den nächsten Wochen im Wohnwagen viel zu tun.

 

Was macht man den ganzen Tag auf so einem Trainingslager?

Hunde aus den Boxen ans Stake out, Hunde zurück in die Boxen, Hunde aus den Boxen usw usw, Wasser holen, im Wohnwagen suchen und kramen, und natürlich viel wichtiges besprechen und vor allem essen.

 

Aber zwischendurch wird auch das gemacht weswegen wir überhaupt ein Trainingslager besuchen. Wir fahren mit den Hunden. Und das ist ein sehr schönes Erlebnis. Ich traf auf sehr liebe und kompetente Trainingspartner mit tollen Hunden und wir fuhren trotz des mieselsüchtigen unfreundlichen Wetters schöne lange Strecken, täglich 14 bis 20 km. 

 

Für mich war der Aufenthalt im Trainingslager Truckental in jeder Hinsicht ein großer Gewinn. Menschlich und natürlich auch hinsichtlich des Trainings mit den Hunden.

 

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