Sa

24

Apr

2010

Spielstunde

ist eigentlich bei uns immer am Nachmittag, wars jedenfalls bis Dena kam. Jetzt läuft das so ab

Wir sausen in den Garten. Sanchi inspiziert den ganzen Garten am Zaun entlang und bei jedem busch und Strauch, ihr Begleiter ist Dena. Die anderen setzen sich entlang der Hauswand und harren der Dinge. Die allerdings nicht kommen. Dena ist zur Alleinunterhaltung verdammt. Eine Zeitlang findet sie das auch klasse, wobei ihre Lieblingsbeschäftigung darin besteht meine Sträucher im Garten zu dezimieren. Herumliegende Asterl und Äste interessieren sie nicht. Sie muß gärtner spielen und Heckenschnitt betreiben. Eine Weigelie mußte schon dran glauben :-(((((. Die anderen vier sitzen wie gehabt an der Hauswand und fühlen sich im Zirkus. Sie sind natürlich die Zuschauer.

Nachdem mein Garten nicht so ausschauen soll als hätten wir Haushasen muß ich selber Dena bespaßen. Wir spielen also Ball. Sehr interessant für das Publikum das uns gebannt mit den Augen folgt, leider nicht mit den füßen. Als erste fühlt sich die alte NIkka angesprochen, die kommt mit einem papierl im maul daher und knurrt herum - sie knurrt immer beim spielen, was leider nicht jeder versteht. Langsam kommt bewegung in die Zuschauer, Lucy, die die eigentliche ballspielerin ist und der diese quietschbälle alle "gehören" schnappt sich einen zweiten und llässt sich auch von mir bespassen. Das sieht so aus, daß ich ihr immer den ball werfen muß, sie fängt ihn oder auch nicht, dann marschiert sie mit dem ball davon quietschend falls das quietschi noch geht, legt sich hin, starrt den ball ein zeitl an. Dann springt sie drauf (mausi fangen), läuft quietschend einige runden im garten, dann kommt sie zu mir, legt mir den ball in die hand und ich werf ihn ihr wieder. Zwischendurch spiel ich hampelmann mit ball für dena.

Immerhin taut chilali inzwischen so weit auf, daß sie ihren logenplatz an der Hauswand verlässt, zu uns ins rondo kommt und sich endlich irgendein stück Holz, Karton oder sonstwas schnappt und wenigstens da dran rumkaut. Auch balgt sie sich kurz mit lucy, immerhin, ihr gemeinsames herumbalgen hat sich seit Denas Ankunft auch sehr in Grenzen gehalten, zu sehr waren und sind sie immer noch gebannt von dem weltwunder Dena.

 

Wahrscheinlich ist es ganz gut so, sie lassen es langsam angehen. Bisher war immer Chilali die am Boden liegende und über ihr Lucy und San-Chi. Vielleicht hat es gute Gründe, warum Chilali sich da jetzt eine Auszeit nimmt. Aus menschlicher und vielleicht auch aus hündischer Sicht betrachtet hat sie ja recht, denn vor der wesentlich jüngeren Dena möchte sie einfach nicht die unten liegende und bearbeitet werdende sein. Ist ja wie bei den Menschen, es ist immer das schwächste Glied der Kette das herhalten muß. Und das ist auch nach Denas Ankunft nicht Dena sondern immer noch Chilali.

 

 

 

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